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Dienstag, 24. Oktober 2017
  
Die große Anzahl an Pharmagroßhändlern in Griechenland führt zu starkem Wettbewerb und begrenzten Gewinnmargen
Donnerstag, 16. Dezember 2010
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„Übersättigt“ ist die Pharmahandelsbranche in Griechenland. Dadurch entsteht natürlich ein starker Konkurrenzdruck und eine Verminderung der – nach diesbezüglichen Studien bereits niedrigen – Gewinnmargen. Im Zusammenspiel mit den eingetretenen Änderungen auf dem Pharmazeutikmarkt (elektronische Rezepte, Preisveränderungen, Preisbeobachtung, Beschränkung der Ausgaben für Pharmazeutik der öffentlichen Hand sowie der Versicherungen usw.), sowie den starken Zahlungsverzögerungen der Apotheken bei der Begleichung ihrer Rechnungen (bis zu acht Monaten) entstehen schwierige Bedingungen für die Unternehmen der Branche. 

Nach einer Studie von Hellastat sind in der Branche 30 genossenschaftlich organisierte Unternehmen sowie etwa 125 private Pharmahandelsfirmen tätig, die insgesamt 2.500 Mitarbeiter beschäftigen. Diese Angaben bringen Griechenland europaweit auf den zweiten Platz (hinter Portugal), was die Anzahl von Pharmahändler pro Einwohner betrifft, während es in absoluten Zahlen auf dem dritten Platz liegt.

Zu den Vorteilen der Branche gehören, nach Meinung der Fachleute, die fortwährende Ausweitung des Kundenstamms und der gleichzeitige Aufbau persönlicher Beziehungen mit den Apothekern, die gut bestückten Lager, die eine schnelle Belieferung mit den angebotenen Pharmaerzeugnissen ermöglichen, sowie die Möglichkeit zur Einräumung längerer Zahlungsfristen und höherer Preisnachlässe. Auch die parallel betriebenen Exporte bilden eine der Hauptgewinnquellen der Branche. Dennoch ist durch den Einfluss äußerer Faktoren (Wechselkurse, Rechnungsstellung in anderen Ländern) zusammen mit den jüngst angekündigten Maßnahmen des nationalen Pharmaverbands zur Kontrolle der parallelen Exporte, die Gewinnmarge aus diesen Aktivitäten begrenzt worden.

Für das Jahr 2009 jedenfalls stieg der Umsatz bei den in der Hellastat-Studie berücksichtigten Unternehmen um 14,4% gegenüber dem Vorjahr und liegt bei 4,16 Milliarden Euro. Die durchschnittliche Veränderung beim Verkauf war um 9,3% höher, während der griechische Durchschnitt aller Unternehmen sich mit 6,8% abwärts bewegte. Die Gewinnmargen der Branche sind mit 2,1% (EBITDA) bzw. 1,1% (Gewinne vor Steuern) sehr niedrig.

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