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Dienstag, 24. Oktober 2017
  
Griechenland: Starker Wettbewerbsdruck in der Raffineriebranche, aufgrund der EU-Richtlinien
Mittwoch, 9. Juli 2014
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Um die 3,8 Milliarden Euro (2 % des BIP) und 40.000 Arbeitsplätze trug die Raffineriebranche im Jahr 2012 nach Angaben der IOBE zur griechischen Wirtschaft bei. Diese Zahlen ergeben sich sowohl aus dem direkten Beitrag wie auch aus den indirekten Auswirkungen durch andere Branchen. Zudem betrugen die Investitionen im Zeitraum 2009-12 2,7 Milliarden Euro, während der Exportanteil der Branche 37,5 % erreichte, gegenüber lediglich 8,4 % ein Jahrzehnt zuvor - ein wichtiger Beitrag zur Einschränkung der Verluste innerhalb der Wirtschaftsbalance des Landes.

Dennoch existieren, laut IOBE, einige problematische Parameter, welche direkt mit der europäischen Umweltpolitik in Zusammenhang stehen. Umso mehr, als der Konkurrenzdruck für die griechischen Raffinerien aufgrund der starken Produktionsleistung auf internationalem Niveau und der Modernisierung der Produktionsbetriebe im Mittleren Osten und in Südostasien, enorm hoch ist. Der Druck seitens der Raffinerien außerhalb der EU, welche sich nicht an dieselben europäischen Richtlinien hinsichtlich Qualität und Umweltverträglichkeit der Produktherstellung halten müssen wie die "28", ist stärker.

Anzumerken ist, dass die bestehenden Richtlinien der EU diejenigen schützten, die dem so genannten "Kohleauslauf" ausgesetzt sind, wie die Raffineriebranche, mit der Verteilung von kostenlosen Abfall- und Abgasrechten im Rahmen des Systems zur Abfallregelung für Wirtschaftsunternehmen. Dennoch erhalten die europäischen Raffinerien nur einen begrenzten Schutz, welcher zudem fortwährend abnimmt.

Außerdem impliziert die geforderte Abgasqualität, welche im Rahmen der Richtlinien für Industrieabgase an die besten bereitstehenden Techniken (BAT) gebunden ist, hohe Kosten, die die Wettbewerbsfähigkeit der Branche stark beeinträchtigen.
Zuletzt fordert die Richtlinie zur Abgasqualität die Verminderung "des Abgasabdrucks" der für den Transport eingesetzten Brennstoffe. Die Änderungen bei der akzeptierten Qualität von Brennstoffen erzwingen zusätzliche Produktionsschritte oder/und eine Änderung bei der Auswahl von trägem Erdöl, welche die erforderlichen Investitionen und die Betriebskosten der Raffinerien erhöhen.

Aus diesen Gründen halten die Unternehmer der Branche Schritte im Rahmen der nationalen Wirtschaftspolitik für nötig, welche zu einer Verminderung der Energiekosten führen sollen, sowie auch in der mit den Raffinerien verbundenen Branche des Erdölhandels, wie die Bewilligung tageweiser Kredite zur Leistungssteigerung im Bereich der flüssigen Brennstoffe.

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