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Dienstag, 12. Dezember 2017
  
Anzeichen für Stabilisierung und zaghaften Aufschwung auf dem griechischen Bekleidungs- und Schuhmarkt
Mittwoch, 15. Oktober 2014
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Auch in den ersten sieben Monaten des Jahres 2014 setzte sich der Abschwung in der Herstellung von Bekleidung und Schuhwerk in Griechenland fort. Konkret lag die Verminderung bei Bekleidung laut Infobank Hellastat auf Jahresbasis bei 9,3 %, gegenüber 6,1 % im Jahre 2013 und 11,2 % im Jahre 2012, sodass der Abschwung insgesamt im Vergleich zum Niveau vor der Krise im Jahr 2008 sich auf 60,5 % beläuft. Bei Schuhwerk beträgt der entsprechende Wert 13,4 %, wobei sich hier der Gesamtrückgang seit 2008 schon bei 65 % befindet, dennoch muss angemerkt werden, dass letztes Jahr ein leichter Anstieg in der Herstellung verzeichnet wurde. 

Trotz allem sehen Marktanalysten und Hersteller der Branche Stabilisierungstendenzen im Gesamtbild des Wirtschaftszweigs. Demzufolge verzeichneten die Neubestellungen bei Bekleidungsprodukten laut Angaben von ELSTAT im Jahr 2013 einen Anstieg von 3,3 %, nach sechs Jahren anhaltendem Rückgang ein Lichtblick. Auch der Umsatz stieg im Jahr 2013 leicht um 1,5 %. 

In jedem Fall mussten die griechischen Unternehmen der Branche aufgrund der Krise einen sehr hohen Preis bezahlen. Viele unterbrachen ihre Tätigkeit von 2008 bis heute, während andere sich in reine Importunternehmen verwandelten. Gleichzeitig flüchtete eine große Anzahl sich in Schutzmaßnahmen gegenüber ihren Gläubigern, aufgrund der Schwierigkeiten, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. 

Der Schlag ist umso härter, als die Durchdringung des griechischen Bekleidungs- und Schuhmarktes seitens asiatischer Produkte, in denen die Herstellungskosten eindeutig niedriger liegen, hoch ist. Aus dem gleichen Grund haben zahlreiche Unternehmen, vor allem in Nordgriechenland, ihre Herstellung bereits in Nachbarländer ausgelagert. Zuletzt kommt hinzu, dass starke Liquiditätsprobleme vorliegen, was vor allem auf die fehlende Finanzierung durch Banken zurückzuführen ist. 

Insgesamt geht aus der Gruppenbilanz des Jahres 2013 von 134 Bekleidungsunternehmen eine Umsatzsteigerung von 3,7 % auf 483,5 Millionen Euro gegenüber 2012 hervor, was vor allem auf höhere Bestellungen aus dem Ausland zurückzuführen ist. Die Gesamt-EBITDA-Gewinne stiegen um 77 % auf 39 Millionen Euro, während die Verluste vor Steuern des Jahres 2012 sich in Gewinne von 4 Millionen verwandelten.  

Dementsprechend lag der Umsatz bei 23 Schuhwerkunternehmen letztes Jahr bei 39,13 Millionen Euro, was einen Anstieg von 10,6 % gegenüber 2012 bedeutet. Die Betriebsgewinne stiegen um 66 % und beliefen sich auf 3,25 Millionen Euro, während die Verluste vor Steuern von 5 Millionen im Jahr 2012 auf 1,44 Millionen Euro fielen. 

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