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Freitag, 18. August 2017
  
Schlechte Verwaltung der Wasserreserven in Griechenland – „offene Wunde“ ist die Agrarwirtschaft
Mittwoch, 17. Marz 2010
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Vor allem die Agrarwirtschaft saugt die Wasserreserven Griechenlands aus, wie eine Studie des „Instituts für Wirtschafts- und Industrierecherche“ (IOBE) belegt, nach der 86 % des Verbrauchs auf diesen Sektor entfallen. Ein Anteil von 11 % bezieht sich auf den Konsum von städtischen Haushalten und lediglich 1,7 % des Wasserverbrauchs betrifft die Industrie – wovon 60 % der Kühlung von Energieerzeugungsanlagen dienen. Festgehalten werden sollte auch, dass ein erheblicher Teil der Wasserreserven von der staatlichen Stromgesellschaft DEH zur Erzeugung von Wasserenergie genutzt und dafür gelagert wird.

Insgesamt wird die Verwaltung der Wasserreservoire in Griechenland als mangelhaft betrachtet, was in einigen Regionen, in denen die Nachfrage teilweise nicht gedeckt werden kann, zu ernsthaften Problemen führt. Dazu gehören z. B. die Region Attika, in der sich die Hälfte der Bevölkerung Griechenlands konzentriert, Thessalien als Epizentrum der Agrarproduktion sowie zahlreiche Ägäisinseln.
 
Charakteristisch ist, dass Griechenland sich sowohl beim Pro-Kopf-Wasserverbrauch, als auch bei der Wertschaffungssumme pro Kubikmeter verbrauchtem Wasser auf dem Agrarsektor, unter den 27 EU-Staaten auf dem vorletzten Platz befindet. Bezeichnend ist auch, dass durch veraltete öffentliche Wasserleitungen (die 94 % der Bevölkerung versorgen) 10 %-40 % des Wassers versickern.

Unter den vom „Institut für Wirtschafts- und Industrierecherche“ (IOBE) vorgeschlagenen Maßnahmen betrifft ein großer Teil den Agrarsektor: Preisfestlegung anhand des verbrauchten Wasservolumens und nicht der geografischen Ausdehnung, Verknüpfung von Prämien mit schonendem Umgang mit Wasserreserven, Information über und Anreize für alternative Bewässerungsmethoden und Anbauarten mit niedrigerem Wasserverbrauch.  Zudem werden Maßnahmen wie die Kontrolle auch von privaten Erdbohrungen, die Vereinfachung der Genehmigungserteilung für Regenwasserzisternen, die Anpassung von technischen Lösungen in Privathaushalten sowie auf den Inseln und in anderen Tourismusregionen, aber auch eine strengere Anwendung des Prinzips „wer verschmutzt, muß bezahlen“, empfohlen.

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