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Mittwoch, 28. Juni 2017
  
„Kaffeesucht“ der Griechen unverändert
Freitag, 29. April 2011
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Weniger draußen, mehr zu Hause. Dieses Prinzip befolgen viele Griechen beim Kaffeekonsum, der sich trotz Wirtschaftskrise stabil zeigt. Im Jahr 2010 gab er um 5% nach, während der Verkaufswert sogar um nur 3% sank. Die Unternehmen passen ihre Verkaufspolitik dieser Tatsache an, ebenfalls jedoch an den wechselnden Geschmack der „kaffeesüchtigen Griechen“ bei den Kaffeesorten – wobei nicht alle Sorten gleichviel zum guten Marktimage beitragen.

Der durchschnittliche jährliche Kaffeeverbrauch in Griechenland bewegt sich bei schätzungsweise 29.000 Tonnen. Hiervon entfällt der Löwenanteil weiterhin auf den griechischen Mokka mit circa 14.500 Tonnen oder 50% Marktanteil -  dennoch zeigt er „Ermüdungserscheinungen“, so wie auch der Frappé. Auf dem zweiten Platz befindet sich Filter-, bzw. Espressokaffee mit 8.000 Tonnen und einem Wachstumsrythmus von 15%. Den dritten Platz belegt mit 6.500 Tonnen der Instantkaffee.

Die Gewichtsverlagerung hin zum Espresso erklärt auch den nur leichten Umsatzabschwung, da die durchschnittliche Portion dieses Kaffees stärker ist als die vergleichbare Portion beim griechischen Kaffee oder beim Instantkaffee. So benötigt man für die Herstellung einer Portion Espresso 7,5 Gramm, während die vergleichbare Menge beim griechischen Kaffee bei 5 Gramm, beim Instantkaffee bei 2 Gramm und beim Filterkaffee bei 10 Gramm liegt.

Marktkenner schätzen jedoch, dass die bedeutendste Entwicklung in den, von den beiden internationalen Unternehmen Nestle und Kraft lancierten, neuen Produkten angelegt ist. Es handelt sich um Kaffeemaschinen, für die von der jeweiligen Marke eigens hergestellte Pads benötigt werden, sodass der Verbrauch an die Hersteller gebunden ist. Die verlockend günstigen Preise der Maschinen (im Grunde subventioniert) trugen zum explosionsartigen Anstieg dieser Kategorie bei – charakteristisch ist, dass die Verkäufe über Supermärkte im August vergangenen Jahres bei lediglich 343 Kilo lagen, während sie Ende Februar auf 17 Tonnen angestiegen waren!

Zuletzt lohnt die Anmerkung, dass sich der Private-label-Kaffe sehr gut hält, was hauptsächlich auf seinen günstigen Preis zurückzuführen ist, der um circa 35% unter dem des vergleichbaren Markenkaffees liegt.

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