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Dienstag, 24. Oktober 2017
  
Griechenland: Rückgang um 39 % auf dem Markt medizinisch-technischer Produkte in den letzten drei Jahren
Montag, 20. Mai 2013
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Eine starke Korrektur erfuhr die Branche der medizinisch-technischen Produkte im Zeitraum 2010-2012. Nach einem explosiven Wachstum von 1995 bis 2009, als der durchschnittliche Jahreszuwachs bei 12,3 % lag, büßte die Branche in den letzten drei Jahren 39 % ein.

Es lohnt zu bemerken, dass um die 70 % der Verkäufe aus dem öffentlichen Sektor getätigt werden, gegenüber 30 % aus dem privaten. Insofern haben die Maßnahmen zur Begrenzung der öffentlichen Ausgaben im Gesundheitswesen (wie die Einrichtung von zentralen Auswahlverfahren, die Einrichtung der „Nationalen Organisation zur Bereitstellung von Leistungen im Gesundheitswesen“, die Beobachtung der Preisentwicklung, die Verminderung der Preise) die Verkaufsentwicklung stark beeinflusst.

Ein wichtiger Faktor sind auch die starken Verzögerungen bei der Abzahlung von Schulden seitens des öffentlichen Sektors, welche zu schweren Liquiditätsengpässen bei einigen Unternehmen geführt haben. Eine besonders negative Entwicklung entstand auch durch das Programm zur Einlösung von Wechseln, im Rahmen des PSI, da unter diesen Wechseln auch solche waren, mit denen in den Jahren 2007-2009 Schulden der Krankenhäuser des öffentlichen Gesundheitssystems Griechenlands an Unternehmen bezahlt worden waren.

Die Branche umfasst eine weite Produktpalette von Einwegartikeln (wie Mullbinden, Kompressen etc.) bis zu hochtechnologischen Geräten (wie Ultraschall- oder Computertomographen). Nach Angaben von ICAP handelt es sich um eine große Anzahl an Importunternehmen und um wenige Herstellerfirmen. Der größte Marktanteil entfällt auf die Kategorien „In vitro“ Diagnosen mithilfe von Flüssigsubstanzen und Kontrastmitteln, klinisches Einwegmaterial und orthopädische Artikel, welche im Jahr 2011 einen Anteil von 47 % abdeckten. 

Die Entwicklungen der letzten drei Jahre zwangen verschiedene Unternehmen zu einer starken Aktivitätsbeschränkung bzw. zu einem gänzlichen Rückzug vom Markt, aufgrund der sich ihnen stellenden Liquiditätsprobleme. Einige große internationale Unternehmen entschieden sich gegen eine autonome Marktpräsenz und zogen sich aus Griechenland zurück, verschiedene Umstrukturierungen werden nebenbei auf allen Ebenen beobachtet.

Charakteristisch für das aktuelle Bild der Branche ist die Gruppenbilanz von 120 Import- und Herstellerunternehmen für das Jahr 2011. Auf Grundlage der Zahlenanalyse verminderten sich die Aktiva der betreffenden Unternehmen insgesamt um 20,5 % gegenüber 2010, das Eigenkapital nahm mit 41,1 % Rückgang gewaltig ab. Gleichzeitig verminderten sich die Gesamtverkäufe  20,1 % und der Bruttogewinn um 20,3 %.

Dies, im Zusammenspiel mit der Erhöhung der finanzwirtschaftlichen Ausgaben und der Betriebskosten, führte zu einer drastischen Verschlechterung des Verlustergebnisses um 200 Millionen Euro. Es lohnt noch zu bemerken, dass lediglich 49 von den 120 Unternehmen der Beispielgruppe im Jahr 2011 Gewinne erzielten.

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