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Mittwoch, 23. August 2017
  
Importgeschäft dominiert die Holzbranche
Dienstag, 14. April 2009
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In Griechenland wirkt sich der anhaltende Auftragsrückgang im Bauwesen negativ auf die Herstellung und Verarbeitung von Holzprodukten aus. So wiesen die drei bei der Athener Börse notierten Unternehmen der Branche um 8,5 % geringere Gesamtverkaufszahlen für das Jahr 2008 aus, während die Betriebsgewinne um 57% sanken, von 11,65 Millionen Euro in 2007 auf 5 Millionen.

Die Branche lebt hauptsächlich vom Import, zumal sich die Inlandsproduktion auf einem niedrigen Niveau bewegt. Die Holzeinfuhr für 2008 belief sich auf 834.000 Tonnen im Wert von 474,37 Millionen Euro, während die Ausfuhr sich auf 115.740 Tonnen im Wert von 63,99 Millionen Euro belief. Einen besonders starken Anstieg erzielten die Importe von fertigen Möbeln, die eine marktbeherrschende Position eingenommen haben. Bezeichnend sind hier die Ergebnisse für das Jahr 2007, in dem die Importe auf 332,2 Millionen Euro stiegen, womit das entsprechende Defizit einen Wert von 314,44 Millionen Euro erreichte.

Der griechische Markt benötigt vor allem genormt vorgesägtes Weichholz, welches einen Anteil von 46,2 % des gesamten Holzimports des Landes im Jahr 2008 ausmacht (385.370 Tonnen). Diese Art Holz kommt vorherrschend aus Schweden (13,4% der Gesamtmenge), gefolgt von Bulgarien (10,8%), Finnland (10,5%) und Russland (10,4%).

Der Rest des Importwerts setzt sich zusammen aus Holzfaserplatten (14,1%), Holzplatten –Trennwänden und OSB (13,6%), sowie unbearbeitetes Holz (6%). Im Bereich MDF sind die Hauptversorger des griechischen Marktes Rumänien (18,8%), Deutschland (18,4%) und Italien (11,3%).

Der Export geht vor allem in verschiedene Balkanländer und nach Zypern. Trennwände sind der am meisten ausgeführte Artikel, sie machen 41,9% des Gesamtexportgeschäfts (48,45 tausend Tonnen) aus, gefolgt von Holzfaserplatten mit 28%.
 
Zuletzt bleibt anzumerken dass, wie aus einer Studie von Hellastat hervorgeht, die Anzahl der Betriebe und Mitarbeiter der Branche die letzten Jahre rückläufig ist, und zwar in einem Rhythmus von circa -3 % bzw. -1,4 % pro Jahr. Parallel dazu verstärkt sich jedoch die Investitionstätigkeit um 10% jährlich. Hierin zeigt sich klar die Erstarkung von größeren Betrieben durch zeitgemäße Anlagen und erhöhte Konzentration der Produktion.

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