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Dienstag, 24. Oktober 2017
  
Wolken verdunkeln die weltweite Dominanz der griechischen Fischzucht
Freitag, 21. Mai 2010
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Griechische Fischzuchtprodukte sind weltweit marktbeherrschend und gehören, nach einer Studie der Griechischen Nationalbank, heute zu den dynamischen Zweigen der griechischen Wirtschaft mit 45 % Anteil an der weltweiten Erzeugung. Vor allem bei Seebarsch und Goldbrasse decken die griechischen Produkte nahezu die Hälfte der weltweiten Nachfrage, die sich im Anstieg befindet.
 
Die Produkte der griechischen Fischzuchtbetriebe stellen eines der wichtigsten Exportgüter des Landes im Bereich Roherzeugnisse dar. Konkret beträgt der Exportanteil drei Viertel der Gesamtproduktion der Branche, während die Erzeugnisse der Fischzuchtbetriebe sich auf 12 % der Gesamtausfuhr von Roherzeugnissen im Jahr 2008 beliefen.

Beeindruckend ist auch der Umsatzanstieg, der sich im Zeitraum 2004-2008 auf durchschnittlich 20 % jährlich belief – gegenüber 4 % bei Agrarprodukten und 11 % bei der Viehzucht. Dennoch steht nicht fest, ob der weitere Weg der Branche auch in Zukunft so positiv sein wird, trotz der erheblichen Möglichkeiten.

Unter den größten Herausforderungen für die Branche befinden sich das Überangebot, die Häufung biologischer Vorräte sowie andererseits der erhöhte Herstellungsbedarf an Fischlaich. Gleichzeitig sind die Unternehmen gezwungen, immer mehr Anlagen außerhalb des Küstenbereichs und spezielle Einheiten zur Vormästung zu bauen, was aufgrund der erhöhten Kosten zu einer weiteren Konzentration innerhalb der Branche zu führen scheint.

In der Fischzuchtbranche ist eine Entwicklung zu beobachten, in der durch verschiedene Parameter ein schwieriges Puzzle entsteht: die begrenzte Haltbarkeit des Produkts, die eine schnelle Lieferung an die Endverbraucher erforderlich macht, der hohe Preis der Flugzeugtransporte zu entfernten Zielen (USA, Russland, Kanada), der bei bis zu 1,5-2 Euro pro Kilo liegt (gegenüber 0,20-0,40 Euro für den Transport per LKW innerhalb Europas), sowie der hohe Kreditbedarf wegen des umfangreichen Herstellungszyklus.  Wichtig ist auch die Rolle der Rohstoffe, deren Preis einen großen Teil des endgültigen Herstellungspreises ausmacht.

Für die Unternehmen liegt die größte Hebelkraft in der Quantität ihrer Produktion und dem damit verbundenen Volumen ihrer Vorräte und Verkäufe. Durch eine Verminderung der Herstellung und/oder Erhöhung der Vorräte kann ein Preisabfall vermieden werden, gleichzeitig können dadurch jedoch auch schwächere „Spieler“ der Branche in Bedrängnis gebracht werden. In jedem Fall zieht eine Erhöhung der Vorräte steigende Betriebskosten nach sich.

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